Texte von Hubert Hutfles

Hubert Hutfles: Der rote Faden

Nun sollte mein Leben doch einen roten Faden haben, so Schneider, mein ganzes Leben soll im Rahmen sein, wenn schon kein Sinn dahinter steckt. Wem sollte ich schon erzählen, was es heißt, verliebt zu sein,

Hubert Hutfles: Freitag der 13te

Freitag der 13te
Wie durch ein Wunder flog der goldene Luftballon über den Zaun in seinen Garten und trudelte zwischen den Bäumen dahin,  sank nieder auf Schneiders Augenhöhe, verhedderte sich in Zweigen, kratzte an Rinden und machte Blätter tanzend. Das ist reine Poesie, nein Liebe so er. Die Schneiderin bot ihm diesen Luftballon schon in aller Herrgottsfrühe an, als er um die Ecke bog auf seinem Spaziergang nach Irgendwo. Mit glänzenden Augen hielt er den Luftballon verschämt wie ein kleines Kind in Händen,

Hubert Hutfles: 3 neue Gedichte

kosten fast nix
eingelegte zeiten
neben frisch
aufgeschnittenen
himmeln
vor lauter stress
keine ahnung
von der materie
so lieget der kopf
auf kühlem moos
hier bin ich mensch
hier schlaf ich ein
wischfeste geschichte
um kaisers bart
gehärtetes display
der körper getaggt
wo bist du jetzt
genau vor dir

 

 

ossetischer wind
meinem großvater johann